Sonntag, 18. November 2018

Strudel/ Pastries/ Gefüllter Blätterteig

Man sagt den Briten ja umstrittenen Geschmack in der Küche nach. Ich muss sagen, ich mag sowohl Porridge, als auch Fish`n Chips (sehr gelegentlich), Haggis (schottisch), Frühstück mit gebratenem Speck, baked beans, Spiegelei und black pudding (letzteres wie Haggis auch definitiv nix für zarte Saiten). Und was mein Interesse nachhaltig geweckt hat, waren die pastries, die es zu Mittag überall gab: Teigtaschen mit jeder möglichen Füllung, Gemüse, Fleisch, jede Geschmacksrichtung, perfekt als Snack warm oder auch kalt, mehr oder weniger gesund, sättigend und ideal für unterwegs! Ich hatte mal eins mit indischem Lamm in Spinat, (eins meiner Lieblingsgerichte) als Pastry!
Davon hab ich mich heute mal inspirieren lassen, und eine Art "riesen-Samosa" gemacht. (KArtoffeln, Erbsen, Karotten mit Linsen und indischen Gewürzen in Yufka- bzw. Strudelteig). Dazu eine Joghurt-Minz-Sauce (da es wieder so warm geworden ist in den letzten Tagen, wächst gerade frische Minze nach!).

Die 2. Variante war ne Handvoll Reis, Ei, Frischkäse und Dill mit einem Stück (followfish-) Lachs in den Strudel-Teig eingerollt, auch lecker!

Donnerstag, 15. November 2018

Top oder Flop: neue Hausschuhe

Irgendwann hab ich mal ein Bild von oberkuscheligen und schönen Hausschuhen gesehen, mit dieser tollen "neuen" Ledersohlen mit Plüschfutter/Fellimitat, die es von einem bekannten Bastelbedarf-Hersteller gibt. Bei nächster Gelegenheit gekauft. Hausschuhe brauch ich immer! Erstens, weil ich eh zu kalten Füssen tendiere, 2., weil wir in einem Haus mit grossteils eisig kaltem Boden leben und 3. weil das für mich ein Gefühl von Gemütlichkeit und Daheim-Sein ist, das ich liebe. Meine letzten Hausschuhe hatte ich immer ge-strickfilzt (oder strick-gefilzt?), und dann eine Ledersohle dran genäht, aber bei diesen ist das anders vorgesehen, damit man das schön Plüschfutter am Fuss hat, man stellt also nur Hausschuhe ohne Sohle her, und näht die Sohle dann dran.
Da ich grad einen schönen Wollwalk (ne Jacke ohne Passform, die meine Mutter mir zum Verwerten überlassen hat) da habe, hab ich das mal ausprobiert.


Nach dem vom Sohlenhersteller mitgelieferten Schnittmuster gearbeitet war alles ganz einfach.
ABER: die Dinger sind unendlich breit, ziemlich unförmig und haben somit kaum Halt am Fuss (würde ich Klimmzüge machen oder sonst irgendwie in der Luft hängen, würde ich sie verlieren), was beim Treppengehen schon fast gefährlich werden kann.

Ich überlege, ob ich sie nochmal anders machen soll...Allerdings ist das Annähen der Sohle echt relativ aufwändig (von Hand), sodass ich mich dazu grad nicht so richtig aufraffen kann. In derselben Zeit gibts Beschäftigungen, die mehr Freude machen und keine Fingerkrämpfe verursachen.
Nuja, ich trag sie mal solange, bis ich sie doch noch anders mache. Da das tolle Plüschzeug in der Sohle sowieso innerhalb 2 Tagen platt liegt, kann ich eigentlich auch grad wieder auf das guten alten Strickfilzen zurückgreifen, das hat sich bewährt: langlebig, warm, weich und formschöner als das hier. Dennoch: gemütlich sind sie!
Daher präsentiere ich diesen zweifelhaften Erfolg auch bei Du für Dich am Donnerstag.
Sowieso könnte das mal öfter zu sehen sein: Sachen, die nicht so toll gelungen sind?! Ist es denn schön, auf alles Blogs, Pinterest, Facebook, Instagram,.....nur zu sehen, was alle alles toll gemacht haben? Ist das normal? Kriegt man davon nicht irgendwann Komplexe, weil in der Realität nicht alles immer gelingt?
Ich rege hiermit zum Teilen von Flops an!
Gerne in den Kommentaren verlinken ;-)

Eure Antje von lelonuk

P.S.: ich hab auch was genäht, was kein Flop geworden ist, eher ein Top ;-) Aber die Fotos, die ich bei diesem Licht zur Zeit selber gemacht habe, sind pure Flops, also warte ich noch auf besseres Wetter und vielleicht einen besseren Fotografen, damit das Teil so rüberkommt, wie ich es sehe und nicht farblos-verrauscht...

Sonntag, 11. November 2018

Pinguine für den kleinen Neffen

Hat mir doch kürzlich meine Mama das Buch geschenkt, mit dem ich ewig geliebäugelt hab und doch nie gekauft, weil eigentlich hab ich ja so ziemlich alles Schnitte die ich brauche...Aber auf Papier, in verschiedenen Grössen, mit schöner Anleitung dazu...eben nicht.
Ausserdem wurde ich doch glatt neulich 40! Grosse Zahl! Zu diesem Anlass schenkte mein Mann mir eine Overlock! Ja tatsächlich! Hab ich doch bisher alles mit der Nähmaschine gemacht, und es ging auch....aber ich wollte doch jetzt gerne mal den Horizont ein wenig erweitern, und da sagt man zu so einem Geschenk nicht nein! Klar, aussuchen durfte ich selber, und die Wahl fiel mir nach ein bisschen Recherche nicht sehr schwer.

Nun hab ich das gute Ding mal an einem ersten Kleidungstück ausprobiert. Die Pinguine von Swafing gabs hier im Stoffladen, dunkelblaues Bündchen und Jersey als Kapuzenfutter hatte ich noch da.
Und weils so gut ging und noch ein Rest Stoff da war, wurde die Jacke um ein Halstuch und Schühchen ergänzt. Nur nochmal schön bügeln, und verpacken, dann gehts ab zur Post (bevors wieder zu klein ist, wobei ich exra ne Nummer grösser genäht habe)
im Schnitt als Fleecejacke vorgesehen, macht sich doch aus Sweat genauso gut

Irgendwas mach ich ja immer anders als es gedacht ist: Hier sind es die innenliegenden Ärmelbündchen.

Dazu ein Dreiecks-Halstuch (oder auch Lätzchen?) aus demselben Stoff, aber mit Mullwindel-Stoff als Gegenseite. Als Verschluss hab ich Klett-Punkte aufgenäht, die tragen weniger auf als Druckknöpfe oder Kamsnaps

So, und da es jetzt Winterzeit ist und Garten-Arbeit sich auf wenige Zeiten reduziert (ich muss nur noch die Obstbäume schneiden und die ollen Zwetschgen wegrechen), werd ich jetzt mal wieder mehr nähen, es steht soooo viel an, das gemacht werden will! Und nicht nur fürs Baby, auch meine Kinder und ich brauchen mal wieder Nachschub ;-)

Habts gut,
Eure Antje von lelonuk

Donnerstag, 8. November 2018

Wohin mit Handy und Schlüssel beim Joggen

Oder:
Ich für mich am Donnerstag

Ich hab mal was Mini-Kleines und Ultraschnelles für mich genäht, dafür mit maximalem Nutzen, da ich es mindestens 3mal pro Woche gebrauche: einen Laufgürtel!
Ich bin ja sehr dafür, auch mal ohne Handy laufen zu gehen und ganz abzuschalten. Trotzdem habe ich immer die Sorge, dass mal was mit den Kindern ist und die Schule mich nicht erreichen kann. Wenn nicht mich, wen dann? Mein Mann ist bei der Arbeit nicht erreichbar, Omas,Opas, Onkels und Tanten mehrere hundert km weit weg...es gibt nur mich.
Da ich beim Laufen schon Stöcke dabei habe, kann und will ich nicht noch was in der Hand haben. Warum Stöcke? Nordic walking ist 1. einfach viel besser für Rücken und Schultermuskulatur, 2.wird mein Nacken dadurch mehr bewegt und Kopfweh vorgebeugt, und 3. gehts hier teilweise so stramm bergauf, dass an Joggen die 1.Hälfte meiner Runde nicht zu denken ist. Also Stöcke, den Berg hoch, dann Stöcke in eine Hand und joggen, das ist aktuell meine Variante.
Nur das mit dem Handy hat mich immer genervt, weil das in jeder Tasche im Laufschritt ins herumschleudern kommt und irre nervt.

Dann hab ich diesen running belt entdeckt, und klar, dass ich sowas Einfaches nicht im Netz bestelle, sondern mich selbst daran versuche. Einen gut stramm-elastischen Funktionsstoff hatte ich noch da, ein Rest, der gerade so dafür reichte. Einmal rum um die Hüfte, schön eng, oben und unten einmal in der Gesamtlänge umgeschlagen und ein paar elastische Senkrecht-Nähte zur Fixierung. So einfach, kein Reissverschluss, keine Längsnähte, die die Elastizität beeinträchtigen oder reissen könnten, kein Knopf, und doch alles sicher! Ich muss sagen: sitzt perfekt, Handy und Schlüssel sind untergebracht und nix wackelt mehr rum ( ausser meinem eigenen Speck 😉)



In den Umschlag, der mit Senkrecht-Nähten fixiert ist, steck ich das Handy rein, der Umschlag von oben schützt es vor raushoppeln, und das Ganze auf der Innen-Seite, also auch kein Eingriff von aussen möglich. Trotzdem für mich ganz einfach zu erreichen, genial, oder?!


Da ist das Handy drin, ist doch ganz dezent, oder?! Vor allem störts nicht mein Laufen und ist doch dabei



Kann man das erkennen? Das mit den Selfies ist js so ne Sache....aber wir haben keinen Spiegel im Haus, der nicht fleckig ist ( also aufgrund Alters angelaufen) und auch nicht das Chaos bei uns im Haus zeigen würde, das ich ja nun nicht unbedingt im www präsentieren möchte ;-)

Do, vielleicht ist das ja für den/die Ein oder Andere/n ebenfalls eine hilfreiche Inspiration? Ich bin sehr froh, dass ich diesen 'running belt' auf pinterest entdeckt habe!
Oder kennt das schon jeder und ich hab sozusagen das Rad neu erfunden entdeckt? Nicht schlimm, so ein 10-Minuten-Projekt ist echt kein Aufwand!
LG,
Eure Antje von lelonuk

Dienstag, 6. November 2018

Mirabellen, Mirabellen, Mirabellen

Wie alle, die Obstbäume haben, hatten auch wir diesen Sommer und Herbst eine Obst-Schwemme, die fast nicht zu bewältigen war. Den Anfang machten Ende August und September die Mirabellen. Geschätzte 90 Kg hatten wir von unseren 2 Bäumen im Garten, deren Äste teilweise unter der Last (und mangels Regen und damit einhergehender Nicht-Elastizität) abbrachen. Regelmässig hörten wir es ab Juli irgendwo laut krachen, wenn wieder ein Ast abbrach.

Das waren so ziemlich die letzten, wie Ihr seht, waren da die Zwetschgen auch schon reif, von denen wir dann ebenfalls noch wochenlang massenhaft geerntet haben

Was wir mit soviel Mirabellen gemacht haben?
- frisch gegessen
- Mirabellen-Konfitüre
- Mirabellen-Kompott
- Mirabellen im Glas (ganze, entsteinte Mirabellen eingekocht)
- Mirabellen-Chutney
- Mirabellen-Flammkuchen (sehr lecker, mit Knoblauch und schön salzigen, cross-gebratenen  Speckwürfeln ;-)
- eingefroren für Kuchen oder wenn die Konfitüre ausgeht, etc
- Mirabellen-Datschi (für die Nicht-Bayern: süsser Hefeboden, Mirabellen drauf, mit oder ohne Streusel)
-verschenkt


Die Konfitüre hab ich ganz standart-mässig gemacht, keine Experimente erstmal:
Mirabellen, gewaschen, entsteint
2:1 bio-Gelierzucker, davon hab ich aber weniger genommen, ca 500Gr auf 2Kg Mirabellen, da die soviel eigene Süsse haben, dass der Gelierzucker nur als Konservierungsmittel, nicht als Süssungsmittel benötigt wird.
Zitronen-Saft

Langsam erhitzen, immer schön rühren, die Dinger brennen schnell an!
Wenn alles zerkocht ist, kann man noch pürieren, damit die Kinderlein nicht -IIIGITT! - zu grosse Schalenstückchen drin haben.
Heiss in ausgekochte Schraubdeckelgläser füllen, Deckel zu, ca 10 Min auf den Kopf stellen, dann umdrehen und auskühlen lassen.
Wir essen das v.a. aufs Butterbrot, sehr lecker!
Ich hab davon ca 20 Gläser gemacht



Das Chutney war auch kein Hexenwerk, da hab ich mich von Chefkoch und Pinterest inspirieren lassen:
5-6 Schalotten (am besten aus dem Garten)
Knoblauch (am besten aus dem Garten)
Ingwer (bei mir ebenfalls selbst angebaut)
je nach Schärfe ca 2kleine getrocknete Chilis
in etwas Öl andünsten,
1 kg Mirabellen (gewaschen und entsteint)
50 Gr Zucker
ein Schuss Essig (z.B. weisser Balsamico)
1-2TL Salz
1-2EL Ras-El-Hanout

Aufkochen, immmer schön rühren, weiterköcheln, ca 30 min, dann alles durchpürieren (oder man hätte Ingwer, Knobi und Chilis vorher sehr klein geschnibbelt)
Heiss in abgekochte Gläser, usw. (siehe oben).
Sehr lecker zu (Grill-)Fleisch, Reis, Kartoffel-Wedges,Gemüse-Currys, allem Möglichen (quasi ein Ketchup-Ersatz)

Selbstverständlich macht man das ja, um seine schönen Bio-Mirabellen zu verarbeiten, daher ist es auch sinnvoll, alle anderen Zutaten in Bio (Zucker auch fairtrade)-Qualität zu nehmen, damit man auch wirklich weiss, was da drin ist!
 Hiervon hab ich ca 12 Gläser gemacht

Und was habt Ihr noch so aus Mirabellen gemacht? Oder habt Ihr noch andere Rezepte, die Ihr hier vorschlagen würdet?

LG,
Antje von lelonuk


Montag, 29. Oktober 2018

rund um den Apfel

Dieses Jahr wars ja überall so: die Apfelbäume hingen so voll wie nie.
Auch bei uns gabs Unmengen Äpfel verschiedener Sorten.
Und um sie nicht vergammeln zu lassen und möglichst viel möglichst lange davon zu haben, hab ich eingekocht wie eine Irre:
Apfel-Vanille-Gelee


Apfelmus
Apfelringe, die ersten imOfen Getrocknet, die anderen dann am Kamin (ohne Foto)



Ausserdem gabs dann noch Quitten-Apfel-Gelee, noch mehr Apfelmus (mit wenig und ganz ohne Zucker, mal sehen, wie es sich hält) und Apfelstrudel, und bei einem Freund hat meine Familie sogar noch frischen Apfelsaft gekeltert!
Einige Freunde kamen vorbei, um sich ihre Kofferräume vollzuladen mit Kisten voller Äpfel, trotzdem hängen immer noch einige an den Bäumen. Mal sehen, ob ich nochmal was ernte, eigentlich hab ich den Keller und die Truhe voll ;-)

Montag, 22. Oktober 2018

Wolle für kühlere Tage

Mein Lieblings-Baby hat mal was Wärmeres bekommen zum drüberziehen. Meine Kinder hatten mal so ähnliche Pullunder bzw Tunika, ohne Ärmel, damit es nicht zu dick und schwitzig ist, aber der Körper schön warm gehalten wird. Der Wollwalk war tatsächlich noch ein Rest von dem damaligen Pullunder meines Sohnes ;-)

Der Schnitt ist die obere Hälfte des Stramplers Mikey, (diesmal in Grösse 86/92) den ich zur Zeit so gerne mache, weil er einfach gut ist.
Der Wollwalk war damals vom Stoffmarkt, ein doppelseitiger zweifarbiger Walk. Da kann man so nett einfach mit den beiden Seiten spielen, und es sind schöne Farben, finde ich immer noch!

Die Einfassung mit Bündchen ist leider nicht perfekt geworden, das muss ich nochmal üben...